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BMWU: Mehr Tempo bei der Transformation der Wärmeversorgung: Wir brauchen schneller mehr Wärmepumpen

Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden – dafür muss die Transformation der Wärmeversorgung deutlich beschleunigt werden. Die Wärmeversorgung von Gebäuden muss in Zukunft klimaneutral, energieeffizient und technologieoffen auf Basis erneuerbarer Energien erfolgen.

Damit werden wir unsere Klimaschutzziele erfüllen, uns unabhängiger von fossilen Energieimporten machen und dabei eine bezahlbare Wärmeversorgung sichern. Der Koalitionsausschuss hat am 23. März 2022 beschlossen, dass ab dem 01.01.2024 möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Wärmepumpen spielen hierfür eine zentrale Rolle. Wenn diese netzdienlich betrieben werden, überlasten sie auch die Stromnetze nicht. In Wärmenetzen eingesetzte spezielle Großwärmepumpen können dazu beitragen, diese zu dekarbonisieren.

Die Unterzeichner dieser Erklärung vereinbaren, gemeinsam mit der Bundesregierung die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass ab 2024 mindestens 500.000 Wärmepumpen jährlich neu installiert werden können. Dafür müssen alle in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich entsprechende Umsetzungsschritte unternehmen. Wir brauchen eine konzertierte Aktion von Politik, Industrie, Fachhandwerk, Netzbetreibern und den Sozialpartnern. Wir stellen uns gemeinsam dieser Herausforderung und werden ambitionierte Beiträge zu einem schnellstmöglichen Wärmepumpenhochlauf leisten. Dazu gehören eine Neuausrichtung und Erhöhung der Kapazitäten in der Produktion, in den zugehörigen Zulieferindustrien sowie bei Planung und Installation. Ebenso auch in der Qualifikation, im Marketing und in der Bürger- und Investorenansprache.

Auch Marktpartner der Unterzeichner werden in die Umsetzung konsequent einbezogen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz wird Anreize setzen, damit Wärmepumpenproduktion und -installation beschleunigt und Markthemmnisse in der Technologie, Förderung und Regulatorik abgebaut werden. Dazu gehören in einem ersten Schritt die Erarbeitung eines „Aufbauprogramms Wärmepumpe“ sowie weitere Maßnahmen im Bereich Weiterbildung zu Planung und Einbau von Wärmepumpen. Infrastrukturelle und regulatorische Hemmnisse für den Einbau von Wärmepumpen wollen wir schnell identifizieren und konkrete Vorschläge unterbreiten, diese abzubauen. Dabei soll auch die Produktentwicklung besonders klima- und umweltfreundlicher Wärmepumpentechnologien unterstützt werden.

Nicht zuletzt leisten wir damit einen Beitrag zum Erhalt und Ausbau der heimischen Wertschöpfung und von Arbeitsplätzen in Europa. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unterstützt eine soziale Wärmewende mit einem ausgewogenen Instrumentenmix. Dazu gehört eine quartiersbezogene Wärmeplanung. Die Hersteller ergreifen Maßnahmen, um Produktionskapazitäten zu erweitern und Wärmepumpen so weiterzuentwickeln, dass deren fachgerechte Installation vereinfacht und verkürzt wird. Die Steuerung und Regelung von Wärmepumpen soll einfacher und effizienter werden. Die Hersteller werden sich verstärkt dem Thema Einbau von Wärmepumpen im Gebäudebestand widmen und entsprechende Systeme anbieten. Das Fachhandwerk erarbeitet gemeinsam mit weiteren relevanten Akteuren die Konzepte zur Dynamisierung von Wärmepumpeninstallationen und Kundenberatungen. Mitentscheidend sind hierbei die Qualifizierung von Fachkräften, attraktive und zukunftssichere Arbeitsplätze und -bedingungen sowie die (Neu-)Ausrichtung von Betrieben weg von fossilen Heizungssystemen hin zu Wärmepumpensystemen im Kontext der 65%–EE Vorgabe.

Das Handwerk wird Konzepte entwickeln und zeitnah im Markt anwenden, um Kunden im Rahmen seiner Dienstleistungen zum effizienten Einsatz von Wärmepumpen zu beraten. Die Verbraucherzentralen werden ihre bestehende Beratung zu Wärmepumpen weiter ausbauen. Die Stromnetzbetreiber und Stromversorger haben die Verantwortung, die Netze und Anschlüsse so zu stabilisieren, dass Wärmepumpen installiert und betrieben werden können. Dabei unterstützt die kommunale Wärmeplanung. Gleichzeitig müssen Wärmepumpen-systeme so geplant, dimensioniert und gegebenenfalls über Speicher oder die Gebäudeeffizienz flexibilisiert werden, dass ein netzdienlicher Betrieb möglich ist. Die Unterzeichner oder deren Vertreter werden sich in einem halbjährlichen Turnus treffen, um ihre jeweiligen Aktivitäten vorzustellen. Hemmnisse werden kontinuierlich diskutiert und Lösungswege vereinbart. Die Absichtserklärung dient somit als gemeinsame Basis für den Start in die konkrete Umsetzung. Gemeinsam werden die Unterzeichner alles daransetzen, den Wärmepumpenhochlauf deutlich zu beschleunigen.  

Quelle: BMWSB - Startseite - Gemeinsame Absichtserklärung (bund.de)